Ananas, Bananen, Champignons und Co.: Vegetarisches vom Grill

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b_450_300_16777215_00_images_Artikel_food-1155133_640.jpgDie Grillsaison ist eröffnet. Für Abwechslung auf dem Rost sorgen nicht nur Würstchen, Fleischspieße und Fisch, sondern auch Gemüse, Kartoffeln und Obst. Mit kreativen Ideen kommen Vegetarier und Veganer auch fleischlos voll auf ihre kulinarischen Kosten. Von Avocado und Ananas über Mango und Melone bis hin zu Zucchini und Zwiebeln ist die Auswahl riesengroß. Obst und Gemüse haben außerdem meist wenig oder gar kein Fett. Aromatische Marinaden oder selbstgemachte Dips aus Öl, Kräutern, Essig, Zitronensaft und weitere Beilagen wie Salat und Brot machen rundum satt und den Genuss komplett. „Vegetarische Grillgerichte sind nicht nur gesund, sondern schonen auch das Klima, weil deutlich weniger klimaschädliches Kohlendioxid beim Anbau von Gemüse als bei der Produktion von Fleisch entsteht“, nennt die Verbraucherzentrale NRW einen weiteren Vorteil der vegetarischen Gaumenfreuden vom Grill. Bei der richtigen Auswahl und Zubereitung helfen folgende Tipps:

 

  • Bunter Gemüsemix: Kartoffeln, Champignons, Maiskolben, marinierte Zucchini- und Auberginenscheiben haben sich schon längst ihren festen Platz auf dem Grill erobert. Fenchel, Spargel, Kürbis, Paprika, Rote Beete und Süßkartoffeln gesellen sich als bislang oft verkannte Varianten nun hinzu. Gemüsestücke oder -spieße sollten erst nach dem Brutzeln gewürzt und gesalzen werden. Egal ob mit oder ohne Fleisch verliert das Grillgut sonst Wasser, wird trocken und leidet im Geschmack. Um das Austrocknen zu verhindern, sollte das Grillgut dünn mit hitzestabilem Öl bestrichen werden.
  • Die Füllung macht’s: Gefülltes ist eine leckere Abwechslung zu Gemüsesticks und -spießen, aber auch etwas aufwendiger in der Zubereitung: Paprikaschoten, Zwiebeln oder Tomaten, gefüllt mit einer Mischung aus kleingeschnittenem Gemüse, Reis oder Couscous bereichern jede Grillparty. Komplett wird ein gesundes und kalorienarmes Grillbüfett durch frische Salate, Dips, Folienkartoffeln und Brot.
  • Heißes Dessert vom Rost: Avocado, Erdbeeren, Wassermelonen, Mango, Pfirsich oder Pflaumen schmecken gegrillt besonders interessant und intensiv, sollten aber meist nicht länger als fünf Minuten auf den heißen Rost gelegt werden. Den richtigen Kick bekommen fruchtige Spieße oder gegrillte Obststückchen zum Beispiel durch eine Soße aus Butter und Fruchtsaft oder Rum.
  • Utensilien: Kleines Obst und Gemüse sollte vorm Befeuern am besten aufgespießt werden oder in einen Grillkorb wandern. Achtung: Holzspieße vorher wässern, damit sie nicht verbrennen. Metallspieße sind besser geeignet. Die wegen ihrer lebensmittelschädlichen Eigenschaften in Kontakt mit Säure und Salz in Verruf geratene Alufolie lässt sich durch natürliche Schutzfolien aus Mangold-, Wein- oder Kohlblättern ersetzen. Die Blätter müssen vor dem Einwickeln jedoch kurz blanchiert werden, damit sie nicht einreißen. Gelochte Grillschalen aus Edelstahl oder Emaille sind die nachhaltige Alternative zu Wegwerf-Aluschalen. Grillgitter sind praktisch zum Einklemmen der Grillwaren. Obst und Gemüse, das beim Wenden leicht zerfällt oder in Scheiben geschnitten ist, können mit Hilfe eines Grillgitters bequem gewendet werden. Darin eingeklemmt fällt nichts durch den Rost oder in die Glut.
  • Grillgerät: Während eingefleischte Grillfans gerne das offene Holzkohlefeuer entfachen, das dem Grillgut den typischen Geschmack verleiht, schätzen andere die kurze Vorheizzeit von Gas- und Elektrogeräten. Durch den fehlenden Rauch entstehen hierbei weniger krebserregende Stoffe, und es gibt keine Asche zu entsorgen. Um sich vor Fettspritzern zu schützen, gehören Schürze, Handschuhe und eine lange Grillzange zur Grundausstattung des Grillmasters. Einweggrills hingegen verursachen unnötig viel Abfall.

Noch mehr Tipps rund ums Grillen finden Fans von Zange und Spieß im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/grillen. Mehr als 120 vegetarische und vegane Grillrezepte bietet der Ratgeber „Sehr gut vegetarisch grillen“ von der Stiftung Warentext. Das Rezeptbuch ist für 24,90 Euro in allen Beratungsstellen erhältlich oder kann versandkostenfrei online unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de bestellt werden.

19/2016, Verbraucherzentrale NRW
Foto: pixabay.com

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