GAG-Hochhäuser: Es kommt Bewegung in die Sache!

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b_350_262_16777215_00_images_Artikel_Chorweiler_2016_12_gag_GAG-und-ART-011_comp.jpgDie leidgeplagten Bewohner der ehemals zwangsverwalteten Häuser in der Stockholmer Allee und einem Teil der Florenzer Straße können endlich frei aufatmen. Nachdem die GAG AG ihre Häuser übernommen hat, bemerken die Bewohner nun auch Bewegung in ihrer Situation. Die GAG hat schon einiges getan. Als erstes wurden die wunden Punkte ermittelt. Überraschenderweise ging es für die meisten Bewohner nicht um die soziale Kontaktpflege oder die Einrichtung von Gemeinschaftsräumen, wie es in unserem „Musterhaus“ in der Florenzer Straße 32 seinerzeit geschehen ist, sondern mehr um technische Fragen, wie die Umgebung schöner gestalten, die Fenster abdichten, Wasserleitungen und Lichtquellen in Stand setzen und ähnliches.

Aber ganz ohne soziales Leben kann keine Gemeinschaft existieren, wenn sie gut funktionieren soll. Deswegen haben die GAG-Mitarbeiter alle Interessenten am 9. Dezember zum Straßenfest eingeladen. Auch der Vorstandsvorsitzende der GAG AG Uwe Eichner nahm am Fest teil. Die lokale Politik wurde von Bezirksbürgermeister Zöllner (CDU) vertreten.

Am Anfang haben manche etwas misstrauisch hingeschaut, - so etwas war hier bisher nicht üblich. Dann trauten sich doch viele Bewohner hin. Der kleine Platz in der Stokholmer Allee 11 wurde liebevoll geschmückt. Es gab ein Karussell in leuchtenden Farben für die Kleinen, eine Schießbude für die Größeren (die Blechdosen haben viel Krach gemacht, zur allgemeinen Begeisterung aller Teilnehmer). Für die Bude war der Streetworker Taner Erdener und die Sozialarbeiterin von der GAG, Lale Özgentürk, zuständig. In Chorweiler haben wir zur Zeit zwei sehr engagierte Streetworker. Roman Friedrich war an dem Abend mit seiner Kollegin, der Sozialarbeiterin der GAG Anika Löchner, für Glühwein (ohne Alkohol!) und die leckerste Suppe aller Zeiten (die Metzgerei Stürmer hat sie geliefert) zuständig. Mit Bravour haben sie die Kochlöffel geschwungen. Roman hat erzählt, dass sie beide (mit Taner), nicht nur mit Jugendlichen zusammen arbeiten, was allgemein bekannt ist, sondern auch für Erwachsene Ansprechpartner sein können, wenn es zum Beispiel um Dolmetschen geht. Ihr Büro befindet sich in der Nogatstrasse 15 in Corweiler-Nord. Roman und Taner kennen ihr Revier wie ihre eigene Westentasche, - schließlich sind sie hier schon fast ein Jahrzent unterwegs. Unser Polizist, Herr Sawallicz, war selbstverständlich auch dabei. Er ist auch nicht neu hier, sondern schon seit 2001 im Einsatz in Chorweiler. Er meint, die Polizisten können die Welt nicht sofort verbessern, aber sie seien sehr motiviert. Hauptsache – dran bleiben! Die Mitarbeiter von Stromspar-Check haben die Bewohner über Sparmöglichkeiten beraten. Die Bewohner Frau Frisch und Herr Schlösser zeigten sich vorsichtig optimistisch - mit der Sanierung sollen auch die Nebenkosten sinken. Das wünschen sich viele.

Das Fest hat viele Kinder angelockt
Das Fest hat viele Kinder angelockt
Polizist Herr Sawallicz im Gespräch mit GAG-Mieter Herrn Schlösser
Polizist Herr Sawallicz im Gespräch mit GAG-Mieter Herrn Schlösser
Streetworker Taner Erdener betreute die Schießbude
Streetworker Taner Erdener betreute die Schießbude
Streetworker R. Friedrich und GAG-Sozialarbeiterin A. Löchner am Stand
Streetworker R. Friedrich und GAG-Sozialarbeiterin A. Löchner am Stand
GAG-Mieter Herr Gonzales, Frau Frisch und Herr Schlösser
GAG-Mieter Herr Gonzales, Frau Frisch und Herr Schlösser
Stand vom Stromspar-Check
Stand vom Stromspar-Check

An diesem Nachmittag konnten alle ihre Probleme mit den GAG-Mitarbeitern und dem Architekten a. D. Herrn von Wolff besprechen. Er ist nicht an den Planungen beteiligt, kennt sich aber in Chorweiler wie kein anderer aus. (Herr von Wolff hat übrigens seinerzeit bei der Entstehung von Blumenberg maßgeblich mitgewirkt). Die GAG-Mitarbeiter haben informiert, dass sie mit der Verbesserung der Umgebung bereits begonnen haben: Das Dickicht wurde merklich lichter, also Gehwege dadurch sicherer. Weiter geht es mit der der Beleuchtung, mit der Haustechnik, zum Schluss werden Künstler ans Werk gehen. Sie werden sich mit der Fassadengestaltung beschäftigen. Es gibt viel zu tun, aber die Finanzierung ist gesichert. Was will man mehr? Das kann unseren Bezirksbürgermeister sehr freuen. Er hat sich auch ausgiebig mit Anwesenden unterhalten.

12.12.2016, Larissa Owtscharenko

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