Kaputt, na und?

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Aktualisiert am 20.04.2017.

b_1000_450_16777215_00_images_Artikel_Chorweiler_2017_03_alle_kasten.jpgSie sind grau, ja fast unsichtbar. Sie führen aber wichtige Funktionen aus: Sie schützen Strom,- Telefon, -Internetleitungen vor Witterung, unerlaubtem Zugriff und die Passanten vor möglichen Gefahren.  In Chorweiler-Nord stehen viele von ihnen aber seit einigen Jahren ungeschützt. Und niemand scheint sich dafür ernsthaft zu interessieren.

Unsere Recherche haben wir im April 2016 begonnen. Die unscheinbaren Gestalten haben keine Adressaufkleber oder sonstige Hinweise auf den Betreiber.  Die ersten E-Mails und Telefonate gingen Richtung RheinEnergie und Deutsche Telekom. Beide waren sehr kooperativ und schickten recht schnell ihre Techniker vor Ort. Es hat sich herausgestellt, dass die RheinEnergie mit diesen Verteilerkästen nichts zu tun hat. Nach Auskunft der Telekom habe sie diese Verteilerkästen vor einigen Jahren an Unitymedia verkauft, die darüber ihr Kabelfernsehen betreiben würde. Ab da ging nichts mehr. Wir erreichten zwar telefonisch einen zuständigen Mitarbeiter von Unitymedia, bekamen aber keine Rückmeldung mehr. Update 20.04.2017: Wie uns gestern die Presseabteilung von Unitymedia telefonisch mitgeteilt hat, gehören die im Artikel erwähnten Verteilerkästen auch nicht dem Unternehmen. Wir haben das Anliegen nun wieder an die Stadt Köln weitergereicht. Der Verteilerkasten in der Saalestraße wurde inzwischen instand gesetzt.

Im August 2016 haben wir dem Büro des Bürgeramtsleiters des Stadtbezirks Chorweiler, Herrn Wolfgang Büscher, die Ergebnisse unserer Recherche übermittelt mit der Bitte um eine Reaktion. Da er  zu der Zeit im Urlaub war, meldete sich zügig seine Sekretärin Frau Hecht telefonisch bei uns und teilte mit, dass unser Anliegen an die zuständige Stelle bei der Stadt Köln weitergeleitet wurde. Und in der Tat, kurz darauf, meldete sich per Telefon ein Techniker der Stadt Köln bei uns. Er habe sich die Kästen angeschaut, stelle aber fest, dass sie in diesem Zustand keine Gefahr für die Menschen darstellen würden. Seitdem ruht die Geschichte. Ein Kasten, gegenüber vom Aqualand, wurde in der Zeit instand gesetzt, ein weiterer, in der Nähe der Bus-Haltestelle Weichselring, wurde demoliert.

Auch wenn, möglicherweise, in diesen Verteilern  nur Schwachstrom fließt, stellt sich dennoch die Frage, ob durch die Witterungseinwirkung die Kabelisolierung Schaden nehmen könnte und somit für Kinder oder Kleintiere dennoch Gefahr besteht? Abgesehen davon: was spricht dagegen, die technischen Einrichtungen auf den öffentlichen Straßen vorschriftsmäßig zu warten?

Es bleibt zu hoffen, dass durch diese Publikation der mutmaßliche Betreiber Unitymedia und die städtischen Dienste auf den Missstand aufmerksam werden und ihn kurzfristig beseitigen.

31.03.2017, Alexander Litzenberger unter Mitwirkung von Vera van Beveren

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