Manuela Langer (PIRATEN)

Manuela Langer (PIRATEN)

Description

Alter: 52 Jahre
Wohnort: Köln
Wahlkreis: 16 Köln IV
Beruf: Buchhalterin für die Piratenpartei

Politische Schwerpunkte:
Grundrechte, Bürgerrechte, Arbeit und Soziales, Tierschutz, Landwirtschaft

Darum bin ich bei den Piraten:
Weil wir Piraten uns gegen den Abbau der Grundrechte einsetzen und für eine zukunftsfähige Gesellschaft, in der niemand abgehängt wird.

Das will ich erreichen:
Ich will, dass die Menschen sich von der Politik wieder ernst genommen fühlen können. Zu lange haben Parteien und Politiker leere Versprechungen gemacht für den eigenen Machterhalt. Damit muss Schluss sein! Wir brauchen mehr Wahrheit in der Politik.

Chorweiler-Chat mit Manuela Langer (PIRATEN)) am 12. Mai 2017, 5 Teilnehmer

moderator : Unser letzter Chat ist am 12. Mai ab 00 Uhr mit Frau Manuela Langer (PIRATEN)
moderator : Die Piratenpartei stellt folgende Forderungen in ihrem Wahlprogramm auf:
moderator : Der Mindestlohn soll auf 12,50 Euro pro Stunde erhöht werden.
moderator : Zudem sollen neue Arbeitsmodelle entwickelt und ein bedingungsloses Grundeinkommen vorangetrieben werden.
moderator : In NRW soll eine basisdemokratische Pflegekammer eingerichtet werden, damit die Rahmenbedingungen in der Pflege verbessert werden können.
moderator : Der Güterverkehr soll verstärkt auf die Schiene verlagert werden. Auch will die Partei die Entwicklung und Erforschung von Drohnen für den Gütertransport fördern.
moderator : Die Förderung des sozialen Wohnungsbaus soll wieder verstärkt werden, Wohnraum müsse bezahlbar sein
moderator : Gesetzliche Quoten zur Förderung von Frauen lehnen die Piraten ab. Vielmehr müssten die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für eine echte Gleichstellung verändert werden.
moderator : Der Zugang zu medizinischem Cannabis sollte erleichtert und die Konsumenten entkriminalisiert werden.
stefanje : Guten Abend, Frau Langer. Der Haupt-Moderator ist zur Zeit noch in einer anderen Veranstaltung und wird sich aufgund der Überschneidung etwas verspäten. Den Beginn des Chats werde ich ihn vertreten.
Langer : Guten Abend!
Langer : Kein Problem. [:smile4:]
Proxima : Guten Abend Frau Langer und stefanje
stefanje : Wenn Sie beim Beantworten auf den Namen des Teilnehmers klicken, wird dieser in Ihrem Text automatisch eingefügt. Das erleichtert dann die Zuordnung, wem Sie antworten.
Langer : Guten Abend, Proxima
stefanje : Aber wem sage ich das, Sie vertreten schließlich eine Partei, die den Umgang mit den neuen Kommunikations-Medien propagiert. [:blink:]
Langer : [:lol:]
Langer : Und ich habe seinerzeit in mIRC gechattet. Da hatten wir noch 56k-Modems. XD
stefanje : An diese Zeit kann ich mich auch noch erinnern... Und für jede Minute online hat man viel Geld bezahlen dürfen...
Proxima : Langer Was machen Sie beruflich, ausser Ihrer Tätigkeit für die Piraten?
Langer : Ja... deshalb nur nachts gechattet, weil es da billiger war.
Langer : Ich bin Industriekauffrau und arbeite als Buchhalterin für die Piraten, hauptberuflich in Vollzeit.
stefanje : Ich schlage vor noch ein paar Minuten auf weitere Teilnehmer zu warten. Im Vorfeld können Sie sich schon einmal vorstellen. Wofür wollen Sie in unserem Wahlkreis einstehen?
Langer : Grundsätzlich für unsere Forderungen.
stefanje : Heute haben Sie schweere Konkurrenz. Schönes Wetter und Auftakt zum Wochenende.
Langer : Bezahlbarer Wohnraum, höherer Mindestlohn ohne Ausnahmen (und natürlich BGE).
Langer : Wir wollen keinen Verkauf von Wohnungen in Chorweiler an Spekulanten.
Langer : stefanje Hier zieht gerade ein Gewitter auf. Auf der anderen Rheinseite donnert und stürmt es schon ordentlich.
Proxima : Langer Das ist ja jetzt so gut wie vom Tisch durch den Kauf vieler Wohnungen durch die GAG
Langer : Die GAG muß die Wohnungen aber auch erst instandsetzen. Thomas Hegenbarth, einer unserer Ratsleute, hat da ein Auge drauf.
stefanje : Im Wahlprogramm der Piraten ist die Forderung einer basisdemokratischen Pflegekammer. Was ist darunter zu verstehen? In dieser Kammer kann jeder, der will mitmachen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden darin beschlossen?
Proxima : Langer Das wird sicher seine Zeit brauchen, um den wohl schlimmen Zustand der Objekte zu sanieren. Zumindest bemüht sich wohl die GAG sehr, z.B. - wenn auch erst mal nur äisserlich -, durch die Balkonbepfnazungs-Aktion
Langer : Nein, die Pflegekammer ist für Pflegende. Also Krankenschwestern, Pfleger, Altenpfleger, Pflegehelfer. Gesetzliche Bedingungen können nur in Parlamenten beschlossen werden, aber die Kammern haben da durchaus Einfluss.
stefanje : Also alle in diesem Bereich Beteiligten und darin werden die Vorschläge bzw. Beschlußvorlagen für den Landtag erarbeitet?
Langer : Ja, Proxima, das wird dauern. Wir haben aber ganz grundsätzliche Forderungen: - Anteil an Sozialwohnungen in allen Mehrfamilienhäusern ab 6 WE (verhindert Gentrifizierung und sorgt für eine gute "Durchmischung" in allen Vierteln; - Mietpreisbremse muß überarbeitet werden. So, wie sie ist, funktioniert sie nicht.
Langer : stefanje Ja, im Bereich Beteiligte. Die Kammern haben sowohl Kontrollaufgaben als auch Unterstützung für ihre Angehörigen, und sie werden zumindest befragt.
stefanje : Da ich mich wenig auskenne. Wie ist denn die jetzige Regelung, die so demnach schlecht ist und ersetzt werden soll?
Proxima : Langer Wie gut kennen Sie Chorweiler und die umgebenden Vororte? Wohnen Sie selbst auch in diesem Areal?
Langer : Kammern sind keine gesetzgebenden Gremien, sie sind Zusammenschlüsse von Menschen und Körperschaften. Etliche Kammern sind Pflicht, wie die IHK.
Langer : stefanje Auf was bezieht sich Ihre Frage?
Langer : Proxima Leider nicht sehr gut, ich wohne in Nippes.
stefanje : Sorry, zu den Pflegekammern.
Langer : Ich bin selten in Chorweiler.
Langer : stefanje Es gibt noch gar keine Pflegekammer und damit keine Interessenvertretung der Pflegenden.
Proxima : Was würden Sie in den nördlichen Vororten VERBESSERN?
Langer : Viel, Proxima [:blink:]
Proxima : Geht es konkreter?
stefanje : Bei der Forderung zu den Wohnbauten, besteht die Gefahr, dass nur noch Einzelhäuser gebaut werden...
Langer : Bessere Verkehrsanbindung an den ÖPNV mit kürzeren Taktzeiten - geht aber nur über Busse
Langer : stefanje Nein, das geht schon aus Platzgründen nicht.
Langer : Proxima Schutz von preiswertem Wohnraum
Langer : Proxima Jobbörsen (unter Ausschluß von Zeitarbeitsfirmen!) auch in die Vororte bringen.
Sarah1 : Guten Abend zusammen, guten Abend Frau Langer, ich bin leider etwas spät dran.
stefanje : Aktuell ist schon eine Vorgabe von 30% an Sozialwohnungen ab einer gewissen Größe. Beim Neubaugebiet in Worringen in der Krebelswiese wurden deswegen nur Einfamilienhäuser gebaut, obwohl auch Mehrgeschoßbauten zugelassen waren.
Langer : Guten Abend Sarah1
stefanje : Sarah1, guten Abend
Langer : stefanje Und in Nippes wurde gerade eine große Wohnanlage gebaut auf dem Gelände der ehemaligen Clouthwerke.
stefanje : Und da gab es keine Sozialwohnungen?
Langer : Müßte ich nachsehen, kann ich nicht aus dem Kopf sagen.
Sarah1 : Frau Langer, ich hau mal einen raus. Ich kenne Sie nicht persönlich und auch Ihre Partei ist mir eher unbekannt. Wenn ich Sie mal so direkt fragen darf, ich komme aus Blumenberg: Warum sollte ich Sie wählen ?
Langer : Aber es ging ja darum, daß nur noch EFH gebaut werden, wenn Sozialwohnungen verpflichtend sind ab einer gewissen Größe.
Langer : Sarah1 Weil wir Piraten die einzige Partei sind, die in der vergangenen Legislaturperiode im Landtag nicht gegen das eigene Programm gestimmt hat.
Proxima : Langer Kennen Sie die Pläne des neuen erweiterten Vorortes Kreuzfeld als Erweiterung von Blumenberg?
Langer : Sorry, wollte nur das Wort "nicht" fett setzen.
stefanje : Ich habe den Eindruck, dass etwas gefordert wird, was schon existiert [:blink:]
Langer : Proxima Nein, die sind mir nicht bekannt.
Sarah1 : Alles gut :-) Können Sie das konkretisieren ?
Langer : stefanje Ist aber in den vergangenen Jahren stark zurückgefahren worden - wir wollen diese Entwicklung umkehren.
stefanje : Ich verstehe. Wie viele anderen Parteien auch [:happy:]
Langer : Sarah1 Wir haben da mal was zusammengestellt. Einfach, weil es uns gegen den Strich geht, was da bei Abstimmungen so passiert: https://smartgerecht.nrw/abstimmungen/
stefanje : Zum Programm. Aus der Opposition dem eigenen Programm treu zu bleiben ist auch relativ einfach.
Langer : Da haben die Grünen im Programm, daß sie aus der Braunkohle raus wollen - aber stimmen gegen den Antrag, auch nur die Folgekosten feststellen zu lassen.
Sarah1 : Mit welcher Partei stellen Sie sich denn eine Zusammenarbeit vor, wenn es denn die Möglichkeiten gäbe ?
Langer : stefanje Ich erwarte, daß Abgeordnete gem. Grundgesetz frei und nur ihrem Gewissen verpflichtet sind. Bei dem Fraktionszwang, den die anderen Parteien ausüben, ist das nicht mehr gegeben. Ich erwarte außerdem, daß man als Abgeordneter ehrlich ist und nicht Wählern das eine verspricht und dann das andere tut.
Langer : Sarah1 Grundsätzlich mit allen außer den Rechtsaußenvertretern. Wir sind aber mißtrauisch gegenüber festen Koalitionen und würden eher thematisch zusammenarbeiten. Wir haben keinerlei Probleme damit, gute Anträge anderer Parteien zu unterstützen und dafür zu stimmen.
stefanje : Da stimme ich sogar zu. Nur wenn das konsequent durchgezogen wird ohne Kompromisse einzugehen, wird sich in der heutigen Parlamentszusammensetzung kaum eine Regierung bilden lassen.
Langer : stefanje Man kann auch Minderheitsregierungen bilden. [:smile4:]
Langer : Es ist niemandem damit gedient, daß sich gewählte Vertreter aus Koalitionsräson verbiegen und gegen die eigene Überzeugung abstimmen.
stefanje : Auch diese benötigen eine mehrheitliche Zustimmung im Parlament um gebildet werden zu können [:maniac:]
Fliege : Langer .... die Minderheitsregierungen müssen aber ordentlich strampeln [:neutral:]
Langer : Hallo, Fliege. Das ist aber besser, als wenn einfach alles durchgewunken wird, was der Regierung gerade so einfällt. Siehe GroKo...
Sarah1 : Vielleicht wurde die Frage schon gestellt, dann bitte ich um Entschuldigung: Was genau tun die Piraten für den Kölner Norden ? Was sind die Headlines und zu welchen Themen darf man sie persönlich einmal ansprechen ? Für mich zB ist wichtig das Thema Kreuzfeld, öffentliche Verkehrsmittel, ganz wichtig sind öffentliche Fitnessgeräte, Fahrradwege, Wanderwege und Begegnungsstätten.. Förderung der Alten, Behinderten und so weiter, Wohnungsförderung auch für schlecht bemittelte und Umwelt.... Wo liegen Ihre Prioritäten ?
stefanje : [:tongue4:] Einfach so durchwinken? Ich gehe davon aus, dass auch fraktionsinterne Diskussionen stattfinden.
Langer : stefanje Die Zustimmung kann man geben, und dann im Parlament ordentlich zusammenarbeiten. Viele übersehen das und der Horizont endet am eigenen Parteibuch.
Langer : stefanje Hmmm. Aber leider ist die "Diskussion" oft eher ein Top-Down-Durchzwingen.
stefanje : Verstehe. Die Piraten arbeiten demnach anders, mit idealerem Ansatz. [:blink:]
Fliege : Sarah1 Die nördlichen Vororte im Bezirk Chorweiler kennt Frau Langer leider nicht so gut.
Langer : Sarah1 Ehrlich gesagt, ist da Thomas Hebenbarth als Kommunalpolitiker der bessere Ansprechpartner. Ich trete für den Landtag an. Wir haben da aber einige Themen, die auch für Chorweiler wichtig sind: Ausbau des ÖPNV und fahrscheinfreier ÖPNV, Bau von Fahrradschnellstraßen, Inklusion von Menschen mit Behinderung, Einführung einer Pflegekammer, Einführung eines verbindlichen Pflegeschlüssels.
Langer : Das sind alles keine Kommunalthemen, berühren aber natürlich die jeweiligen Stadtteile.
stefanje : In Anlehnung an Sarah1 Frage, wollen Sie den kölner Norden im Landtag vertreten. Wofür wollen Sie sich dann speziell für Ihren Wahlkreis einsetzen?
Langer : stefanje Ja, das ist uns ganz wichtig. Betriebsblindheit hilft nicht. Und unser Ansatz kommt auch daher, daß wir noch eine junge Partei sind.
Sarah1 : Ich wähle Direktkandidaten nach dem, was sie machen. Und zwar da, wo sie kandidieren !
Langer : stefanje Der Kölner Norden wird direkt im Stadtrat Köln vertreten - der Landtag macht ganz andere Sachen, sorry.
Langer : Der Landtag setzt Rahmenbedingungen für alle Kommunen.
Langer : Anderer Ansatz: Stellen Sie sich vor, ich wäre im Stadtrat. Und da beantrage ich "Chorweiler braucht einen Fahrradweg von A nach B" - dann wird das diskutiert und hoffentlich beschlossen.
Langer : Und jetzt stellen Sie sich vor, ich wäre im Landtag und beantrage dort "Chorweiler braucht einen Fahrradweg von A nach B" - dann würde mich die Landtagspräsident vom Mikro scheuchen und sagen "Frau Langer, damit sind sie hier total verkehrt, solche Anträge sind nicht Sache eines Landesparlaments. Lernen Sie erstmal, was im Landtag gemacht wird."
Fliege : Man sollte aber auch die Probleme in den Stadteilen kennen, in denen man um Stimmen wirbt, detaillierter kennen.
stefanje : Frau Langer, Ihr Ansatz ist also im Landtag als Vertreter vom kölner Norden zu arbeiten, aber losgelost von den ANliegen aus dem Wahlkreis?
Sarah1 : Sie kandidieren für den Landtag und erhoffen sich Wähler aus Ihrem Wahlkreis - somit sollten Sie doch die Wünsche und Belange aus dem Wahlkreis weiter tragen und versuchen, an die richtigen Stellen zu bringen. Auch wenn erst einmal die Bezirksvertreter und andere näher am Bürger sind..... Ein Angriff Ihrerseits, dass man die Politik und das was dort passiert als Bürger erstmal lernen sollte, ist wohl nicht der richtige Umgang mit dem Bürger, der Sie nun wählen soll. Entschuldigung, aber das verstehe ich nicht wirklich.
Langer : stefanje Sie fragen die ganze Zeit nach rein kommunalpolitischen Themen. Die werden nicht im Landtag bearbeitet.
Langer : Sarah1 Sarah, das war kein Angriff an Sie, sondern der Versuch, zu zeigen, wie ICH angegriffen würde, wenn ich das tue, was Sie sich vorstellen - nämlich kommunalpolitik im Landtag machen.
stefanje : Es gibt also Ihrer Meinung nach keine Themen den Landtag betreffend im mit engen Bezug zu Ihrem Wahlkreis?
Sarah1 : Was genau wird denn dort im Landtag bezüglich des Wahlkreises Ihrerseits entschieden ?
Langer : Bezüglich des Wahlkreises direkt wird im Landtag gar nichts entschieden, weil das Sache der Stadt ist.
Langer : stefanje Es gibt schon Themen, aber nicht so direkt auf den Wahlkreis bezogen. Der Landtag entscheidet nicht im einzelen z. B. über einen Fahrradweg - sondern allgemein, ob alle Gemeinden im Land finanzielle Unterstützung für den Bau von Fahrradwegen erhalten.
Langer : Wo die Kommunen diese dann bauen, das ist wieder Sache der Städte selbst - da hat das Land auch nicht reinzupfuschen.
Fliege : Langer Sprry, aber die bisherigen Vertreter des Kölner Nordens im Landtag kennen unsere Probleme und sind sehr oft vor Ort, befragen persönlich die Bürger und wissen dadurch, an welcher Stelle sie auch vom Landtag aus für Abhilfe oder Verbesserungen sorgen können
Langer : Fliege Konkretes Beispiel, bitte?
stefanje : Sehr gut, Frau Langer, nun kommen wir besser zusammen [:blink:] Es gibt einige Themen in diesem Wahlkreis, die sich also zu Themen im Landtag transferieren lassen.
Sarah1 : Das hab ich ja noch nie gehört ! Alle anderen Kandidaten, die bisher im Chat vertreten waren, setzen sich auch im Landtag für die Belange der Bürger im Wahlkreis ein.
Fliege : Langer z.B. der lange Kampf der Blumenberger für eine Busverbindung, die letztlich auch mit Druck des Verkehrsministers auf den Rat der Stadt Köln und die KVB gelungen ist.
stefanje : Darauf basierend kann doch die o.g. Frage von Sarah1 angegangen werden.
Langer : Sarah1 Wohl eher, daß sie sich an den jeweiligen Stadtrat wenden - siehe die Antwort von Fliege.
Langer : Sehen Sie, da haben wir das Mißverständnis: Ich habe Ihre Fragen so verstanden, daß sie im Landtag selbst behandelt werden - Sie wollten wissen, ob ich persönlich Dinge weiterreiche an die jeweils zuständige Stelle und da Druck mache.
Sarah1 : Das mag ja alles so sein, aber da kommt die Frage gar nicht auf, ob jetzt die Stadt, der Rat, der Landtag oder wer auch immer dafür zuständig ist. Wichtig ist doch nur, dass der Kandidat sich dafür einsetzt, mit wem er das macht ist nicht wichtig.
Langer : Natürlich würde ich das.
Sarah1 : Ja genau, das möchte ich wissen. Das hat sich gerade überschnitten
Sarah1 : Der Wahlkreis und seine Kandidaten ist ja nicht umsonst so ausgelegt. Ansonsten bräuchte man keine Direktkandidaten, die für einen bestimmten Wahlkreis einstehen.
Fliege : Langer Sie haben meine Antwort missverstanden! Auch die Abgeordneten im Landtag haben sich für die Buslinie eingesetzt und die kommunalen Behörden sehr unterstützt!
Langer : Fliege Aber nicht im Landtag selbst - nicht in Form eines Antrags an den Landtag. Sondern im direkten Kontakt mit dem Stadtrat und der KVB.
Fliege : Langer Egal, wie auch immer, sie haben von ihrem Platz aus eingewirkt.
Langer : Sarah1 Das liegt im Wahlsystem begründet. [:smile4:] Der gewählte Kandidat ist dann natürlich Ansprechpartner - aber eigentlich nicht für die kommunalen Themen. Natürlich leitet er die weiter, an seine Parteikollegen im Stadtrat.
Sarah1 : ok, das sieht bei Ihren Kollegen anders aus
stefanje : Mal noch ein anderes Thema, bevor die Zeit abgelaufen ist:
stefanje : "Quoten zur Förderung von Frauen lehnen die Piraten ab. Vielmehr müssten die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für eine echte Gleichstellung geschaffen werden"
Langer : Sarah1 Vielleicht vordergründig, aber nicht in der wirklichen Arbeit. Wir sind da einfach ehrlicher und wollen nicht auch noch die Lorbeeren für andere Leute Arbeit einheimsen - wenn der Stadtrat was durchdrückt, können Sie sicher sein, die Feder kriegt er an den Hut, und nicht ich.
stefanje : Quoten sind auch rechtliche Rahmenbedingungen [:blink:]
stefanje : Mit welchen Mitteln wollen Sie denn die Haltung der Gesellschaft ändern?
Langer : stefanje Ja. Quoten sehen erstmal ganz nett aus, aber leider haben sie eine Menge Nachteile; sie zementieren eher die Situation, als daß sie die Probleme wirklich lösen.
Langer : Wir hatten schonmal Frauenquoten - lange, bevor es die Piraten gab - und meine eigene Erfahrung war, daß ich als Frau plötzlich die "Quotentusse" war, die nur aufgrund ihres Geschlechts und nicht aufgrund Kompetenz ihre Stelle hatte. Und dagegen kommt man dann gar nicht mehr an.
Fliege : Langer Verstehe ich nicht! Es liegt doch an den Gewählten ihre Ansichten und Belnage durchzusetzen.
stefanje : Ohne rechtlichen Druck bleibt nur ein Appell an die Gesellschaft. Das ist schon lange Jahre geschehen ohne wesentliche Änderung.
Sarah1 : Ich verabschiede mich, vielen Dank für Ihre Meinung Frau Langer, einen schönen Abend noch.
Langer : stefanje Das wird ein langer Prozess. Wir müssen Frauen nach vorne bringen, indem wir sie stärken, damit sie sich die Jobs und die Ämter überhaupt zutrauen.
stefanje : Tschüs Sarah1 , schönen Abend.
Langer : Wir Tschüss, Sarah1!
Fliege : Ich sage auch Tschüss, Danke Frau Langer für Ihre Statements.
Langer : Quoten können ganz schnell das Gegenteil dessen bewirken, was sie erreichen sollen. Das beste Beispiel ist eine Quote, die es in den USA bereits ununterbrochen seit mehreren Jahrzehnten gibt: Affirmative Action.
stefanje : Frau Langer, die Zeit ist des Chats ist durch. Es steht Ihnen natürlich frei weiterhin teilzunehmen.
Sarah1 : https://www.facebook.com/karapenner21?hc_ref=NEWSFEED
Langer : Das ist eine Stipendienquote für Studierende, die ethnischen Minderheiten angehören. Damit sollten Afroamerikaner und Latinos gefördert werden, um schlußendlich Rassismus zu bekämpfen. Was tatsächlich geschehen ist: Der Rassismus hat sich sogar verschlimmer.t
stefanje : Was ist das für eine Quote und was für ein Problem ist dadurch entstanden?
stefanje : Verstehe. Und die Verschlimmerung des Rassismus ist durch besagte Quote entstanden?
Langer : Die Quote verschaffte Rassisten das Scheinargument, die Bildung insgesamt würde schlechter werden, um die Minderheiten "mitzunehmen", und Studenten aus den Minderheiten würden "weißen die Studienplätze wegnehmen".
Langer : Es ist einer von mehreren Faktoren, ja. Aber einer, der durchgängig zu beobachten ist.
stefanje : Ich kann zu dieser Quotenregelung nichts sagen, jedoch bei der Frauenquote ist doch noch der Passus gegeben, dass erst gleiche Kompetenz gegeben sein muss.
Langer : Nein, bei einer Frauenquote werden X% der Plätze mit Frauen besetzt. Nur, wenn sich keine Frauen finden, dann darf ein Mann auf den Posten - ungeachtet jeder Qualifikation.
Langer : Was sie meinen, ist die bevorzugte Besetzung einer Stelle mit einer Frau bei gleicher Qualifikation - das ist Nachteilsausgleich, keine Quote.
Langer : Genau deshalb kommt es ja bei einer Frauenquote um Phänomen der "Quotentusse" - dann werden nämlich ALLEN Frauen die Kompetenzen abgesprochen, weil es die Quote gibt und jeder Sexist automatisch davon ausgeht, daß Frau die Stelle wegen ihrer Eierstöcke und nicht wegen ihrer Qualifikation bekommen hat.
stefanje : Wir sind schon gut über die Zeit. Wenn sonst keine weitern Fragen der Teilnehmer kommen, würde ich den Chat jetzt beenden.
Langer : Das ganze Thema ist aber noch viel komplexer. Gesellschaftlich müssen auch Männer gefördert werden, und zwar in den Bereichen, in denen Frauen überwiegen. Wir müssen davon weg, daß jeder Mann, der Kindergärtner wird, gleich unter Generalverdacht als Pädophiler gestellt wird. [:smile4:]
Langer : Ja. [:smile4:] Es war sehr interessant!
stefanje : Letzte Gelegenheit [:teeth:]
stefanje : Frau Langer, vielen Dank für Ihre Zeit. Es war recht Aufschlußreich. Noch viel Erfolg beim Endspurt im Wahlkampf. Nach aktuellen Umfragen hat Ihre Partei ja einen recht schlechten Stand.
Langer : Tja, die Umfragen - wenn Parteien gar nicht abgefragt werden, sondern gleich bei der Umfrage (und nicht, wie es richtig wäre, bei der Auswertung) in "Sonstige" sortiert werden, gibt das immer ein verzerrtes Bild.
Langer : Forsa, infratest - da kann man gar nicht "Piraten" antworten. Geht nur bei YouGov.
Langer : Vielen Dank für die Gelegenheit! Wir haben zwar erstmal ganz schön aneinander vorbei geredet - aber auch das passiert halt. [:smile4:]
Langer : Ich sage dann auch mal Tschüß. [:smile4:]
stefanje : Alles Gute. Hat mich gefreut.