101 Hallen grundsätzlich zur Unterbringung geeignet

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b_300_200_16777215_00_images_Artikel_Chorweiler_2015_11_team-538078_640.jpgDie Flüchtlingszahlen in Köln steigen weiter an. Zuletzt hatte die Stadt im Monat Oktober rund 965 neu zugegangene Personen unterzubringen. Der Verwaltung sind ab Dezember Zuweisungen durch die Bezirksregierung Arnsberg von bis zu 310 geflüchteten Personen pro Woche angekündigt worden.

Um auch weiterhin sicherstellen zu können, dass die Stadt Köln ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachkommen und eine Obdachlosigkeit geflohener Personen vermeiden kann, hat die Verwaltung in den vergangenen Tagen alle 271 städtischen Turnhallen auf ihre grundsätzliche bauliche und technische Eignung zur Unterbringung von Flüchtlingen untersucht.

Eine aus fachkundigen Vertretern der Feuerwehr, der Bauaufsicht sowie den Ämtern für Schulentwicklung und Wohnungswesen bestehende Arbeitsgruppe hat dazu jede einzelne dieser Hallen besichtigt. Nach einem ersten Zwischenstand erscheinen 101 Turnhallen als grundsätzlich für den oben genannten Zweck geeignet. Für die einzelnen Stadtbezirke ergibt sich dabei folgendes Bild:

 

Bezirk Hallen im Bestand davon grundsätzlich geeignet
1. Innenstadt 49 8
2. Rodenkirchen 20 13
3. Lindenthal 27 17
4. Ehrenfeld 23 14
5. Nippes 32 10
6. Chorweiler 21 10
7. Porz 31 9
8. Kalk 28 9
9. Mülheim 40 11
Summe 271 101

Nach der Priorisierung wurde folgende Belegungsplanung festgelegt
Nach der Priorisierung wurde folgende Belegungsplanung festgelegt
In einem nächsten Schritt hat die Stadt Köln für jede Halle ein Exposé erstellen lassen. In dieses flossen neben der aktuellen Nutzung durch Schulen und Sportvereine auch die Hinweise weiterer Fachämter zu den jeweiligen Besonderheiten der Objekte ein. Das Exposé dient der Verwaltung als Grundlage, um für den Fall möglicher weiterer Turnhallenbelegungen in den Bezirken eine Priorisierung nach objektiven Kriterien vornehmen zu können, damit die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger und den Sport so gering wie möglich gehalten werden. Die Bürgerämter wurden hierbei beratend tätig.

Neben der Anzahl von vor Ort zu verwirklichenden Unterkunftsplätzen spielen für die Objektauswahl der dafür zu betreibende Aufwand einer Herrichtung sowie die mit einer Belegung absehbar verbundenen Belastungen für den Sozialraum eine Rolle. Auch der prozentuale Anteil des jeweiligen Stadtteils an der Flüchtlingsunterbringung fließt in die Gewichtung ein.

Derzeit leben mehr als 9300 Flüchtlinge in städtischen Einrichtungen. Die regulären Unterbringungskapazitäten der Stadt Köln sind erschöpft. Die Stadt Köln arbeitet mit Nachdruck an der Errichtung von Leichtbauhallen, mit dem Ziel, die belegten Sport- und Turnhallen wieder für den Schul- und Vereinssport freigeben zu können.

Pressemitteilung der Stadt Köln

Grafik: Stadt Köln

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